Was ist Spagyrik?

Bei der Spagyrik handelt es sich um ein natürliches Heilsystem, dessen Wegbereiter Paracelsus war. Es ist eine Methode, um den Menschen und seine Beschwerden in der Einheit von Körper, Geist und Seele wahrzunehmen und in dieser Komponente - in Form einer Tinktur - auch zu behandeln.

 

Das Wort Spagyrik stammt aus dem Griechischen und bedeutet "trennen und zusammenführen".

"spao oder span" für  trennen, zerlegen

"ageiro oder agerein" für wieder verbinden, zusammenfügen, aufbauen

 

Die Spagyrik als medizinischer Zweig der Alchemie befasste sich damit, aus natürlichen Grundmaterialien wie Pflanze, Mineralien und Metallen hochaktive Heilmittel zu machen. Durch die pharmakologischen Techniken der Gärung, Destillation und Veraschung wird der Ausgangsstoff in eine besonders heilkräftige Arznei umgewandelt.

Dieses aufwendige Herstellungsverfahren ist nötig, um eine bestimmte Konsistenz zu erreichen, welche die nötige Kraft besitzt, auf den drei Ebenen Körper, Geist und Seele zu wirken. Der Grundgedanke besteht darin, die Pflanze zuerst einmal in drei Teile zu zerlegen. Das ätherische Öl der Pflanze steht dabei immer für die Seele, der alkolholische Auszug für den Geist und der veraschte Pflanzenrest für den Körper. So getrennt und am Ende wieder zusammengefügt beschreibt sich das spagyrische Urprinzip. Durch diesen Prozess des Trennens und Wiedervereinens werden die Potenziale der Pflanze voll ausgeschöpft und in ihre reinste Form gebracht. Dass ist das Besondere an der Spagyrik.

Die Produktion der spagyrischen Essenzen nach Dr. Carl Friedrich Zimpel ist heute durch die Vorschriften im Homöopathischen Arzneibuch HAB genau vorgegeben und umfasst vier prinzipielle Schritte:

  • Im ersten Schritt werden die Pflanzen, getrocknet oder frisch, zerkleinert und danach mit Hefe und Wasser vergoren. Hier werden bereits ätherische Öle freigesetzt und es entwickeln sich charakteristische Aromastoffe. Es entsteht auch pflanzeneigener Alkohol, der sich auf das Gärgut stabilisierend auswirkt. 
  • Im zweiten Schritt wird die Pflanzenmasse einer Wasserdampfdestillation unterzogen, die sehr schonend ist. Hier gewinnt man Aromastoffe und den pflanzeneigenen Alkohol. Alkaloide, Glykoside, Gerbstoffe treten i.d.R. nicht ins Destillat über.
  • Im dritten Schritt wird der Pflanzenrest getrocknet und bei ca. 400 Grad Celsius verascht. Durch die Veraschung (Kalzination) werden die wertvollen Mineralstoffe und Spurenelemente des getrockneten Rückstandes aus ihren organischen Verbindungen gelöst und liegen nun überwiegend als Carbonate, Oxide, Phosphate, Silicate, Sulfate, etc. vor.
  • Im vierten Schritt erfolgt das Wiedervereinen. Die Asche wird danach dem Destillat vollständig beigemischt. Soweit löslich, gehen die Salze in die spagyrische Essenz über. Die unlöslichen Bestandteile setzen sich ab und werden abfiltriert. Das Filtrat ist die spagyrische Urtinktur.

Spagyrische Essenzen enthalten somit die wasserdampfflüchtigen Pflanzeninhaltstoffe und die löslichen Salze der Asche. Sie sind in der Regel farblos oder gelblich gefärbt und haben meist einen intensiven, aromatischen Geruch. In Bezug auf Toxizität kann gewöhnlich bereits die Urtinktur zur Therapie eingesetzt werden, da die meisten giftigen Pflanzeninhaltsstoffe aufgrund ihrer chemischen Eigenschaften nicht ins Destillat übergehen.

Anwendungsspektrum

Die Spagyrik verfügt über ein breites Anwendungsspektrum. Das Grundpinzip ist stets, den aus dem Gleichgewicht geratenen Körper und die Psyche mithilfe der Heikraft von individuellen pflanzlichen Mischungen in den gesunden Zustand zurückzuführen. Spagyrik kann bei sehr vielen Krankheiten Linderung schaffen, sowohl bei akuten als auch bei chronischen Leiden.

Zudem eignet sie sich sehr gut für eine prophylaktische Behandlung. Auch bei längerer Anwendung sind bisher keine unerwünschten Neben-wirkungen beobachtet worden.

Hinweis nach HWG (Gesetz über die Werbung auf dem Gebiete des Heilwesens):

Ich mache darauf aufmerksam, dass viele Methoden der Naturheilkunde und biologischen Medizin im streng naturwissenschaftlichen Sinne noch nicht bewiesen sind und daher von der sogenannten Schulmedizin abgelehnt werden. Die Aussagen beruhen daher vorwiegend auf den Erfahrungen der Therapeuten und Anwendern der jeweiligen Methoden, auch wenn sie sich seit vielen Jahren bewährt haben.

Naturheilpraxis

Ute Krispenz

Diplom Biologin & Fachbiologin für Toxikologie

Adresse:

Somborer Weg 7/1

71067 Sindelfingen

Telefon:

07031 / 98 95 380

E-Mail:

naturheilpraxis-krispenz@web.de

Website:

www.naturheilpraxis-krispenz.de

 

Praxistermine:

nur nach Vereinbarung