Mykotherapie

Vitalpilze

Pilze - das waren hierzulande lange Zeit allenfalls diätetisch sinnvolle Nahrungergänzungsmittel aufgrund ihres hohen Ballaststoffgehalts bei geringem kalorischem Nährwert. Die Überlieferungen ihrer spezifischen gesundheitlichen Wirkungen, deren man sich in der europäischen Klostermedizin schon seit Jahrhunderten bewußt war, sind im Laufe der Zeit in Vergessenheit geraten.

So blieb es der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) überlassen, die Heilkraft der Pilze zu nutzen. Die TCM pflegte das Detailwissen über den therapeutischen Einsatz der Pilzinhaltsstoffe sorgsam und in der östlichen Medizinwelt ist die therapeutische Anwendung der Medizinalpilze fester Bestandteil der ärztlichen Kunst. Sie werden dort als vierte Säule in der Krebstherapie eingesetzt. Ergänzend zur Chirurgie, Chemo- und Strahlentherapie können sie zur Verbesserung des Befindens der Patienten beitragen.

In der westlichen Welt ändert sich diese Einstellung sehr langsam; in Deutschland sind die Präparate als Arzneimittel jedoch nicht zugelassen. Als Novel food oder als Nahrungsergänzungsmittel stehen die Vitalpilze* für einen therapeutischen Ansatz gemäß TCM zur Verfügung. Es wird immer deutlicher, wie vielversprechend und nahezu nebenwirkungsfrei die Pilze sowohl heilend als auch präventiv eingesetzt werden können.

Die Mykotherapie nutzt die wertvollen Vitalpilze, um dem Körper auf dem Weg zur Gesundung zu helfen oder um gezielte Vorbeugung zu betreiben.

Ihre Stärken spielen Vitalpilze dabei nicht nur in Form einer Unterstützung des kranken Organismus aus, sondern sie sind auch im Rahmen einer ganzheitlichen Prävention sehr zu empfehlen. Eine Vielzahl wichtiger Aminosäuren, Enzyme, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sind eine wertvolle Hilfe.

Von besondere Bedeutung sind die Beta-Glucane. Sie stabilisieren und regulieren das Immunsystem und stärken damit allgemein die körperliche Belastbarkeit.

Vitalpilze können sich positiv auswirken zum Beispiel auf::

  • Blutzucker
  • Blutfettwerte
  • Bluthochdruck
  • Durchblutungsstörungen
  • Magen-Darm-Trakt
  • Blase-Prostata-Niere
  • Entzündungsprozesse
  • Autoimmunerkrankungen, Allergien
  • Arthrose, Gicht, Rheumatische Erkrankungen
  • Immunstärkung

Es gibt zahlreiche Untersuchungen, aus denen die antiallergischen, antibiotischen, antioxidativen, metabolischen, immunmodulatorischen und antitumoralen Effekte der Pilzwirkstoffe eindeutig hervorgehen.

 

Vitalpilze sind in der Regel sehr gut verträglich und können auch bei Kindern eingesetzt werden.

 

* auf die Qualität bei Vitalpilzen ist besonders zu achten (z.B. aus kontrolliertem Anbau)

Vitalpilze zur Gesunderhaltung und Heilung

Agaricus

Der Agaricus blazei Murill, wegen seines Geschmacks auch als Mandelpilz bezeichnet, kommt ursprünglich aus Brasilien. Therapeutisch werden dem Agaricus antikanzerogene, immunstimulierende, antiallergische und Blutzucker senkende Eigenschaften zugeschrieben.

 

Auricularia

Der Auricularia, auch als Mu Err oder Chinesische Morchel bekannt, ist in Asien als Speisepilz weit verbreitet. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird der Auricularia unter anderem wegen seiner Wirkung auf das Blut geschätzt. Er wird eingesetzt bei Durchblutungsstörungen, bei Arteriosklerose und zur Vermeidung von Infarkten, bei Blutungen, Thrombosen und Schleimhautentzündungen.

 

Coprinus

Der Coprinus comatus ist wegen seines Geschmacks im deutschsprachigen Raum auch als Spargelpilz bekannt. Neben seinen Vitamin- und Mineralstoffgehalt, zeichnet er sich durch seinen hohen Anteil an Eiweißen und essentiellen Aminosäuren aus. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird der Coprinus vor allem bei Beschwerden im Verdauungsbereich eingesetzt. Darüber hinaus findet er auch Verwendung bei Diabetes und kanzerogenen Geschehen.

 

Cordyceps

Das tibetische Hochland ist die ursprüngliche Heimat des Cordyceps sinensis. Der Cordyceps wird in der Chinesischen Medizin als Tonikum eingesetzt, das die Lebenskraft steigert und die Rekonvaleszenz beschleunigt. Ihm wird eine stärkende Wirkung auf Lungenfunktion und Immunsystem zugeschrieben. Auch Stimmungsschwankungen werden mit Cordyceps behandelt.

 

Coriolus

Der Coriolus versicolor ist ein in Europa häufig vorkommender Pilz. In Asien wird er seit langem zu therapeutischen Zwecken verwendet. Die Traditionelle Chinesische Medizin setzt den Coriolus unter anderem bei Infektionen der oberen Atemwege und in der Krebstherapie ein. Darüber hinaus werden ihm antivirale, antibakterielle und fungizide Eigenschaften zugeschrieben.

 

Hericium

Der Hericium erinaceus, Igelstachelbart oder Affenkopfpilz ist nicht nur ein geschätzter Speisepilz und ein wertvolles Nahrungsmittel - er enthält alle acht essenziellen Aminosäuren  - und wird auch seit langem zu therapeutischen Zwecken verwendet: in der Traditionellen Chinesischen Medizin wird der Hericium unter anderem bei Beschwerden des Verdauungssystems eingesetzt.

 

Maitake

Der Maitake, Klapperschwamm oder Grifola frondosa ist ein ausgezeichneter Speisepilz. Aus dem alten Asien wird erzählt, das erfolgreiche Pilzsammler regelrechte Freudentänze aufführten, wenn sie einen Maitake gefunden hatten. So hoch wurde der Maitake gehandelt und daher hat er auch seinen Namen "tanzender Pilz". In der Chinesischen Medizin ist der Maitake seit langem bekannt und geschätzt. Wie der Shiitake ist auchder Maitake reich an Provitamin D. Darüber hinaus werden im immunstimulierende und antikanzerogene Eigenschaften und ein positiver Einfluss auf Triglyceride und Cholesterin zugeschrieben.

 

Polyporus

Der Polyporus umbellatus ist ein auch in Europa heimischer Pilz. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird der Polyporus unter anderem als Antibiotikum, zur Stärkung bei Infektionen, bei Regulation des Lympflusses und zur Unterstützung der Diurese eingeesetzt.

 

Reishi

Der Reishi, Ganoderma lucidum, gilt als der vielseitigste unter den medizinisch verwendeten Pilzen. Er unterstützt die Organe und Stoffwechselprozesse in ihrer Funktion auf vielfältige Weise. Die Chinesen bezeichnen den Reishi als göttlichen Pilz der Unsterblichkeit, ein Ausdruck ihrer hohen Wertschäztung. Gleichzeitig ist dieser Name auch ein Hinweis auf die Heilwirkung des Reishi: ihm wird nachgesagt, das Altern zu verzögern und die Lebenszeit zu verlängern. in der Chinesischen Medizin wird der Reishi unter anderem angewendet bei Magen-, Leber- und Nierenerkrankungen, bei Nervosität und Schlaflosigkeit. Er gilt als entzündungshemmend und wird begleitend in der Krebstherapie eingesetzt.

 

Shiitake

Der Shiitake oder Eichenpilz, Lentinula edodes, wird inAsien seit etwa 3000 Jahren sowohl wegen seines Geschmacks als auch wegen seiner Heilkraft geschätzt. Er ist reich an Vitaminen, unter anderem Provitamin D und Vitaminen der B-Gruppe. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird der Shiitake unter anderem zur Regulation des Blutfettspiegels bzw. des Cholesterinspiegels und bei Magenbeschwerden angewendet. Auch ein modulierender Einfluss auf die Darmflora wird dem Shiitake zugeschrieben.

Quellen:

Heilende Pilze - die wichtigsten Arten der Welt im Porträt; Jürgen Guthmann

Vitalpilze - Naturheilkraft mit Tradition; Gesellschaft für Vitalpilzkunde

Pilze in der Onkologie; W. Schmötzer

Hinweis nach HWG (Gesetz über die Werbung auf dem Gebiete des Heilwesens):

Ich mache darauf aufmerksam, dass viele Methoden der Naturheilkunde und biologischen Medizin im streng naturwissenschaftlichen Sinne noch nicht bewiesen sind und daher von der sogenannten Schulmedizin abgelehnt werden. Die Aussagen beruhen daher vorwiegend auf den Erfahrungen der Therapeuten und Anwendern der jeweiligen Methoden, auch wenn sie sich seit vielen Jahren bewährt haben.



Naturheilpraxis

Ute Krispenz

Diplom Biologin & Fachbiologin für Toxikologie

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