Gemmotherapie

Was ist Gemmotherapie?

Die Gemmotherapie macht das "Lebendigste" der Pflanzen - nämlich Knospen, Triebspitzen und junge Schösslinge - als Regenerations- und Heilmittel für den Menschen nutzbar.

Gemmo (lat.) bedeutet nichts anderes als Knospe. Die Arzneimittel werden ausschließlich aus frischen Pflanzenknospen hergestellt. Es handelt sich hierbei um Gewebe, das sich in der Vermehrung befindet und damit reich an pflanzlichen Wachstumsfaktoren ist. In dieser jungen Phase erreicht eine Pflanze die höchste Vitalität.

Diese Vitalität für den Menschen zu nutzen, war das Ziel des Arztes Dr. Pol Henry (1918 - 1988); er gilt als Begründer der "Phyto-Embryotherapie" (heute: Gemmotherapie) und stellte Arzneien aus den frischen Knospen her.

Was ist das Besondere an der Gemmopräparaten?

In der Knospe befinden sich jugendlich frische Zellen, die zu Blüten, Zweigen oder Blättern werden, jugendliches Gewebe voller wertvoller Inhaltsstoffe, inklusive eines „Meristemgewebes“, welches offen den Bauplan für die gesamte Pflanze enthält! Es ist DAS Gewebe an der Pflanze, welches beim Wachstum die größte Teilungsgeschwindigkeit von allen Geweben hat, da es wie embryonales Gewebe ist.

Knospen enthalten noch viele Substanzen, die in den späteren Geweben der erwachsenen Pflanzen nicht mehr vorhanden sind und große Mengen von Mineralien.

Für die Herstellung eines Gemmopräparates werden junge Knospen, vor allem von Bäumen und Sträuchern in einem Alkohol-Glyzerin-Gemisch drei Wochen lang ausgezogen und danach abfiltriert. Das Mazerat enthält sämtliche Informationen, die die Pflanze für Wachstum und Differenzierung benötigt.

Wichtige Inhaltsstoffe sind: Aminosäuren, Proteinbausteine, Enzyme, pflanzliche Wachstumshormone wie Gibbereline, Auxine und Cytokine, Flavonoide, Isoquercitrin, Hyperosid und Rutin.

Wie wirkt die Gemmotherapie?

Ein Gemmotherapeutikum wirkt gemäß den Untersuchungen der Begründer dieser Therapieform und naturheilkundlicher Erfahrung reinigend, ausleitend und regulierend. Sie wirken auf der funktionellen Ebene und sprechen ganze Organsysteme an (z.B. Immunsystem, Ausscheidungsorgane, Stoffwechsel, Hormonsystem).

Wann können Gemmotherapeutika eingesetzt werden?

Gemmotherapeutika finden bei einer Vielzahl von chronischen und akuten Krankheiten Anwendung. Sie können dabei sowohl als eigenständige sanfte Therapie aber auch als Begleittherapie zu einer homöopathischen, spagyrischen oder konventionellen Behandlung eingesetzt werden. Parallel verabreicht ergänzen Gemmotherapeutika andere Medikament in ihrer Wirkung und beschleunigen die Heilung.

So kann eine Behandlung nach einer Infektion oder einer Antibiotika-Therapie sehr erfolgreich sein. Bei vielen sogenannten Funktionsstörungen wie Mensturations- und Wechseljahrbeschwerden, Schlafstörungen, Magenbrennen aber auch Allergien oder Heuschnupfen kann die Behandlung mit gemmotherapeutischen Arzneimittel eine Harmonisierung im Körper bewirken.

Anwendung

Gemmomittel werden über Tage oder Wochen 2-3mal täglich in die saubere Mundhöhle gesprüht. Erwachsene nehmen 2-3 , Kinder 1-2 Sprühstöße. Ist jemand sehr geschwächt oder hochsensibel, sollte die Dosis mit einem Sprühstoß beginnen. Im Akutfall kann die Häufigkeit erhöht werden, Kinder sollten jedoch nicht mehr Sprühungen erhalten als sie an Jahren alt sind.

Alternativ können die Gemmomittel auch im Bereich der Bauchhaut oder der Ellbeuge aufgetragen werden.

 

Da Gemmomittel sehr eiweißreich sind, sollten keine eiweißspaltenden Enzyme bzw. Früchte wie Papaya, Kiwi, Mango oder Ananas gleichzeitig konsumiert werden.

Zulassung

Seit 1965 ist die Gemmotherapie Bestandteil des offiziell anerkannten Arzneimittelherstellungskodex in Frankreich. 2011 wurde das Verfahren endlich auch ins europäische Arzneibuch aufgenommen.

Seit der Aufnahme im Europäischen Arzneibuch etabliert sich die Gemmotherapie in weiteren Teilen Europas.

Quellen:

Gemmotherapie - die Kraft der Knospen; B. Bichsel, J. Brönnimann

Hinweis nach HWG (Gesetz über die Werbung auf dem Gebiete des Heilwesens):

Ich mache darauf aufmerksam, dass viele Methoden der Naturheilkunde und biologischen Medizin im streng naturwissenschaftlichen Sinne noch nicht bewiesen sind und daher von der sogenannten Schulmedizin abgelehnt werden. Die Aussagen beruhen daher vorwiegend auf den Erfahrungen der Therapeuten und Anwendern der jeweiligen Methoden, auch wenn sie sich seit vielen Jahren bewährt haben.

Naturheilpraxis

Ute Krispenz

Diplom Biologin & Fachbiologin für Toxikologie

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